Produktname und Historisches¶
Was ist Freetz?¶
Freetz ist ein Werkzeugkasten für Entwickler und versierte Anwender,
um sich für diverse DSL/LAN/WLAN/VoIP-Router der Serien AVM
Fritz!Box
bzw. T-Com
Speedport
(baulich ähnlich) eine auf der Original-Firmware des Herstellers
aufbauende, funktional modifizierte Firmware zu bauen und diese auf
das Gerät zu transferieren. Es werden eine Vielzahl von
Erweiterungspaketen angeboten, aber auch Möglichkeiten, nicht
benötigte Funktionalität der Original-Firmware zu entfernen.
Woher kommt der Name Freetz?¶
Es handelt sich um eine (verballhornte) Zusammensetzung aus dem
englischen Wort "free" (dt. frei) und dem Männernamen "Fritz",
welcher an den Gerätenamen des Herstellers
AVM erinnern soll. Wir
wollen damit symbolisieren, dass es sich bei Freetz um freie
Software handelt. Da wir marken- und urheberrechtlichen Problemen mit
AVM, deren Schutzrechte auf die Marke "Fritz!" (mit Ausrufezeichen)
wir ausdrücklich anerkennen, aus dem Weg gehen möchten, haben wir uns
für diese deutlich unterschiedliche Schreibweise entschieden. Die Idee
für den Namen stammt von Alexander Kriegisch, der sich gemeinsam mit
Oliver Metz überlegte, wie das Projekt heißen sollte, wenn das
versionsverwaltete Quelltext-Repository der Öffentlichkeit übergeben
werden würde. Aus der (nach unserem Empfinden bescheuert klingenden)
Alliteration "Free Fritz" wurde schließlich "Freetz". (Auch
"OpenFritz" war im Rennen, aber wir wollten nicht
OpenWrt nachäffen.) Wir
bilden uns nicht ein, der Name sei ein großer Wurf, aber er ist kurz
und wir hoffen, er ist leicht zu merken. :-)
Wie wird Freetz ausgesprochen?¶
Wie das englische Wort "free" mit angehängtem deutschem "tz",
pseudo-deutsch geschrieben in etwa "Friez", pseudo-englisch
geschrieben in etwa "freets". Anders gesagt, wie der Männername
"Fritz", aber mit langem "i" und mit englisch ausgesprochenem
"r".
Wie entstand Freetz?¶
Es gibt einige Vorläufer von Freetz. Daniel Eiband (bekannt als
"Danisahne") hat vor einigen Jahren, aufbauend auf Vor- und
Zuarbeiten anderer kreativer Köpfe (Erik Andersen, Christian Volkmann,
Andreas Bühmann, Enrik Berkhan u.a.), den sog. Danisahne-Mod (kurz:
DS-Mod) ins Leben gerufen. So wie heute mit Freetz, konnte und
kann man auch damit Firmware-Modifikationen bauen, allerdings noch für
ältere Firmware-Versionen mit Linux-Kernel 2.4. Da einige Router noch
immer auf Kernel 2.4 basierende Firmwares haben, ist Version
ds-0.2.9-p8
des DS-Mod für jene Geräte immer noch aktuell. Für die Mehrzahl
aktueller Geräte war der direkte Vorläufer zu Freetz jedoch die von
Oliver Metz ins Leben gerufene Version ds26 (zuletzt
ds26-15.2),
welche ausschließlich für Firmwares mit Kernel 2.6 geeignet ist.
Selbiges gilt auch für Freetz, denn Freetz ist Stand heute
(20.01.2008) nichts anderes als die aktuelle Entwicklerversion von
ds26, nur mit neuem Namen.
Wozu überhaupt ein neuer Name, wo doch DS-Mod inzwischen so bekannt ist?¶
Es gibt mehrere Gründe dafür. Zum einen ist seit gut einem Jahr Daniel
nicht mehr aktiv an der Weiterentwicklung von ds26 beteiligt
gewesen, zum anderen hat er bei
SourceForge schon etwa
ebenso lange begonnen, eine von Grund auf neue DS-Mod-Version -
nennen wir sie mal inofiziell DS-Mod NG (Next Generation) - zu
entwickeln, deren aktueller Stand in einem öffentlich zugänglichen
Quellcode-Repository auf der
Projekt-Webseite
einzusehen ist. Wir wollen Daniel seinen Projektnamen nicht streitig
machen und auch nicht in Konkurrenz zu ihm treten, sondern hoffen im
Gegenteil, dass er eines Tages wieder mehr Zeit für sein Projekt haben
wird und schlußendlich beide wieder in ein gemeinsames münden, um alle
Vorteile in einem Produkt zu vereinen. Zurzeit ist es jedoch so, dass
beide Projekte sich deutlich auseinander entwickelt haben: DS-Mod NG
hat eine sehr saubere Struktur, ist jedoch noch lange nicht fertig,
Freetz (bzw. bisher ds26) ist hundertfach im Einsatz und wird eher
während der laufenden Entwicklung immer wieder mal
Refactoring-Maßnahmen unterworfen. Wo zuletzt in der Presse (z.B.
PC-Welt)
vom DS-Mod gesprochen wurde, war Freetz alias ds26 gemeint.
Motivation¶
Warum Firmware modifizieren?¶
Es können zwar einzelne spezielle Dateien (character devices) unter
/var/flash/ bearbeitet werden und sie behalten den Inhalt auch über
einen Reboot hinweg, jedoch trifft das nicht auf den Rest des
Dateisystems zu. Der Inhalt dieser character devices landet in einer
eigenen Flash Partition, die sehr klein ist. Der überwiegende Teil des
Dateisystems ist ein read-only Squashfs Image, welches in einem
Firmware Update enthalten ist. Um (größere) Dateien dauerhaft in die
Firmware einzubinden müssen sie in dieses Squashfs Image gelangen,
welches unter anderem in Freetz implementiert ist.
Verbreitung¶
Warum werden keine fertigen modifizierten Images angeboten?¶
Die Lizenz, unter welcher die Firmwares von AVM bereitgestellt werden,
untersagt dies.
Wo kann FREETZ heruntergeladen werden?¶
Auf der Startseite sind unter Quellcode
die Möglichkeiten zum Download von FREETZ
aufgelistet. Es werden sowohl erprobte stabile Versionen von FREETZ
als auch Entwicklerversionen angeboten. Zum Bauen eines FREETZ-Images
wird LINUX zwingend vorausgesetzt. Es muss nicht unbedingt ein natives
Linux-System auf dem PC bereits vorhanden sein. Auch eine Virtuelle
Maschine eurer Wahl oder eine Live-CD mit Linux können zum Bauen von
FREETZ benutzt werden.
Welche Boxen und welche Firmwares werden durch Freetz unterstützt:¶
Entwicklung¶
Wann kommt Version xy?¶
Grundsätzlich: It's done when it's done. Die Entwickler arbeiten in
ihrer Freizeit, und Releases gibt es dann, wenn die beschlossenen
Features fertig und release-kritische Bugs behoben sind.Es gibt jedoch einen groben Plan für die Releases: 3-4 Monate nach
einer stabilen Release gibt es einen Feature Freeze für die
nachfolgende Release. Ab diesem Zeitpunkt werden nur noch Bugs
behoben. Die Feature-Freeze-Termine werden in der Roadmap
angekündigt. Nach dem Feature Freeze kann grob nach 1 bis 1,5 Monaten
mit dem Release gerechnet werden. Zwischen den stabilen
Feature-Releases gibt es ggfs. weitere Maintenance-Releases, die nur
neue Firmwareversionen von AVM unterstützen und Fehler beheben.
Wann ist Feature XY fertig?¶
Der schnellste Weg zur Fertigstellung ist die Präsentation einer
funktionierenden Lösung. Wir notieren uns jedes sinnvoll erscheinende
Feature Request. Da wir Freetz aber in unserer Freizeit gestalten,
muss man sich halt manchmal gedulden.
Freetz gefällt mir und ich möchte die Weiterentwicklung unterstützen.¶
Hier gibt es einmal die Möglichkeit dem Entwicklerteam eine Geldspende
zukommen zu lassen. Dazu ist in der rechten untern Ecke ein
PayPal-Spendenbutton angebracht. Weiterhin kann eine Box natürlich
besser unterstützt werden, wenn das Entwicklerteam "Testboxen"
besitzt. Im
IPPF
existiert ein Thread zum Thema Spenden.
Vorkonfiguration (menuconfig)¶
Wie erkennne ich welche Variante der 7270 ich besitze?¶
Siehe
hier.
Welche Pakete sollte man ins Freetz Image sinnvollerweise einbauen?¶
Sinnvoll ist Dropbear um später einen SSH Zugang zu haben, dnsmasq als
DNS- und DHCP-Server Ersatz, sowie das Syslog-Webif um Fehler zu
erkennen.
Was bedeutet "binary only"?¶
"binary only" heißt, dass für das ausgewählte Paket nur das Programm
("binary") selbst erstellt wird, jedoch kein Webinterface,
init-Skripte etc. vorhanden sind. Dies bedeutet, dass man sich selbst
um die Konfiguration und das Starten des Programms kümmern muss.
Was bedeutet "EXPERIMENTAL" oder die Kategorie "unstable"?¶
Die so gekennzeichneten Pakete haben bekannte Probleme und
können/sollten nicht benutzt werden. Evtl gibt es dazu noch ein
offenes Ticket.
Funktioniert iptables/nat/conntrack?¶
IPtables funktioniert überall. Allerdings wird in Fritz!OS 05.2x und
05.5x von AVM der PacketAccelerator genutzt. Durch diesen funktioniert
conntrack nicht mehr. Und damit nat/masquerading/state/transparenter
Proxy und alles was sonst noch von conntrack abhängt.
Abhilft schafft ein Downgrade auf eine alte Firmware, zB bei der 7270
ein "Alien" mit 04.88 oder gleich Freetz-1.2.
Da AVM den Quellcode des PacketAccelerator veröffentlicht hat, könnte
das Problem von jemandem mit viel Zeit und Wissen behoben werden.
Das Thema wird in Ticket
Ticket #1605 "defect: iptables/nat/conntrack & kernel 2.6.28/2.6.32 (new)"
behandelt, und so lange das Ticket noch nicht geschlossen ist
besteht das Problem.
Packet Accelerator (AVM PA)¶
Der Packet Accelerator bringt auch den Nachteil mit sich, dass tcpdump
etc nicht mehr alle Pakete sehen. Um den PA bis zum nächsten Reboot
temporär zu deaktivieren:\
echo disable > /proc/net/avm_pa/control\
Dies bringt den Nachteil mit sich, dass zB die 7390 keine 100 MBit/s
mehr im ATA-Modues routen kann sondern nur noch ~ 40 MBit/s. Siehe auch
'Funktioniert iptables/nat/conntrack?'
Was bedeutet "not available, no sources by AVM"?¶
Die für diese Firmware passenden Kernelquellen wurden noch nicht in
Freetz integriert. Meist ist die Ursache dafür, dass AVM diese noch
nicht veröffentlicht hat. Typischerweise dauert es wenige Tage bis
mehrere Monate. Falls die Datei für die entsprechende FritzBox
mittlerweile auf
ftp://ftp.avm.de/
veröffentlicht wurde, ein Ticket dafür öffnen. Um den Vorgang zu
beschleunigen empfiehlt sich, wie in den
info.txt
beschrieben, schriftlich an AVM zu wenden:fritzbox_info@avm.de.
Erstellen von Firmware-Images (make/Build)¶
Was bedeuten die einzelnen make-targets (z.B. dirclean, distclean, config-clean-deps etc.)?¶
A: Die make-targets beeinflussen den
Build-Prozess bei der
FW-Erstellung. Viele der folgenden Infos entstammen (diesem
Thread).
1. Aufräumen:
- make clean\
...
- make \<Paket>-clean:\
ruft normalerweise das clean-Target des Source-Makefiles auf. Dieses
wird typischerweise alle generierten Dateien (vor allem
Object-Dateien, Libraries und ausführbare Programme) löschen.
Ein nachfolgendes make wendet keine geänderten Patches an, sondern
erstellt nur die o.g. Object-Dateien, Libraries und ausführbare
Programme neu (compilieren).
Z.B. räumt make mc-clean so das Paket "Midnight Commander" (mc)
auf.
- make \<Paket>-dirclean:\
löscht das gesamte Verzeichnis des Pakets. Ein nachfolgendes make
wird die Quellen neu auspacken, die Patches anwenden, das Paket
konfigurieren und dann compilieren.
Nur der letzte Schritt (compilieren) wird nach make
\<Paket>-clean (s.o.) ausgeführt.
- make dirclean:\
führt, wie der Name schon sagt, ein "Verzeichnis-Aufräumen" durch.
Hierbei werden unter anderem die Verzeichnisse /packages, /source,
/build, /toolchain/build, toolchain/target (und ein paar andere
Sachen(?)) gelöscht, sodass bei erneutem Ausführen von make alles
neu gebaut werden muss. Dies ist empfehlenswert, wenn sich Aufgrund
eines svn up eine neu gebaute Firmware nicht so Verhält, wie man
es erwartet. Alternativ kann man, wenn man weiß, an welchem Packet
es liegt, dieses auch via make \<Paket>-dirclean einzeln löschen
(siehe oben).
Zu erwähnen sei noch, dass nach einem make dirclean der Bau der
Firmware natürlich länger dauert, da ja alles neu gebaut werden
muss.
- make tools-distclean:\
löscht die Tools (busybox, lzma, squashfs, usw.)
- make distclean:\
Hier werden zusätzlich zum make dirclean auch noch die Downloads
sowie die Tools gelöscht.
- make config-clean-deps:\
Wenn bei make menuconfig Pakete abgewählt wurden, sind ggfs. noch
Shared Libraries ausgewählt, die nicht mehr benötigt werden (dies
kann menuconfig nicht automatisch erkennen). Diese kann man dann
manuell unter 'Advanced Options'→'Shared Libraries' abwählen -
die benötigten lassen sich nicht deaktivieren. Alternativ kann man
dies automatisch mittels make config-clean-deps erledigen lassen.
Dabei werden übrigens auch manuell in make menuconfig ausgewählte
Busybox-Applets deselektiert (*nicht* die in make
busybox-menuconfig!), d.h. die Busybox-Einstellungen werden auf
Standardwerte zurückgesetzt.
- make config-clean-deps-keep-busybox:\
Wie make menuconfig, aber die Busybox-Einstellungen bleiben
bestehen.
- make kernel-dirclean:\
löscht den aktuell entpackten Source-Tree des Kernels, um von
komplett sauberen Kernel Sourcen zu kompilieren (wichtig wenn was an
den Patches geändert wird)
- make kernel-clean:\
analog make \<Paket>-clean
- make kernel-toolchain-dirclean:\
löscht den Kernel-Compiler
- make target-toolchain-dirclean:\
löscht den Compiler für die uClibc und die Binaries (ausführbare
Programme)
2. Vorbereitungen:
- make world:\
Vorraussetzung ist eine Toolchain (siehe 'Cross-Compiler / Toolchain
erstellen.
Sollten jemals Probleme mit nicht vorhandenen Verzeichnissen
auftauchen, so kann ein make world Abhilfe schaffen. In der Regel
sollte das aber nicht nötig sein.
- make kernel-toolchain:\
kompiliert den Kernel und auch für das target (Fritzbox)\
Aus historischen Gründen wurde die Bezeichnung als
kernel-toolchain belassen, obwohl damit wie gesagt nicht nur der
Kernel gebaut wird, sondern auch Pakete (s.u.).
- make target-toolchain:\
kompiliert die Pakete für das target (Fritzbox)
- make kernel-menuconfig:\
Die Konfiguration des Kernels wird danach wieder nach
./make/linux/Config.\<kernel-ref> zurückgespeichert.
- make kernel-precompiled:\
Damit werden der Kernel und die Kernel Module kompiliert.
- make menuconfig
(Quelle): Zum
Konfigurieren von Freetz kommt das Programm conf/mconf zum
Einsatz, welches dem ein oder anderen vielleicht von der
Konfiguration des Linux Kernels bekannt ist. Die
ncurses
Variante mconf kann mit dem Kommando make menuconfig aufgerufen
werden.
[Übrigens]{.underline}:\
Eine Hilfe zu den einzelnen Punkten kann direkt in menuconfig
durch Eingabe von "?" aufgerufen werden.
Und nach Eingabe von "/" kann man von allen Ebenen aus nach
beliebigen Zeichenfolgen suchen - sehr praktisch.
Beim Erstellen tritt ein Fehler auf, was nun?¶
Zunächst einmal die folgende Liste der häufigen Fehler durchgehen:
You must have either have gettext support in your C library, or use the GNU gettext library.¶
Hier ist wohl ein falscher Wert im Cache gelandet, den man löschen
muss: "rm make/config.cache" oder "rm
source/target-mipsel_uClibc-0.X.XX/config.cache" jenachdem, wo die
Datei zu finden ist. Und danach wird der FW-Bau wieder mit "make"
gestartet.
ERROR: The program/library/header xy was not found...¶
Wenn mit die ersten Meldungen so aussehen, fehlen für die Erstellung
von Freetz unbedingt notwendige Pakete im Build-System und müssen
zunächst installiert werden.
WARNING: The program/library/header xy was not found...¶
Wenn die Erstellung mit einem Fehler abbricht, kann diese Warnung zu
Beginn des Vorgangs darauf hindeuten, dass für bestimmte ausgewählte
Optionen notwendige Pakete im Build-System fehlen.
Could not download firmware image¶
(ehemals: No such file `FRITZ.Box_xxxxxxxxx.aa.bb.cc.image')¶
AVM selbst stellt für einen Box-Typ meist nur das aktuellste
Firmware-Image zum Download bereit. Jede
Freetz-Version unterstützt lediglich nur die Versionen, die in der
DateiFIRMWARESaufgelistet sind. Aus lizenzrechtlichen Gründen darf
das Freetz-Projekt keine AVM-Firmwares bereitstellen.
Anbei Lösungsvorschläge:
- Allgemeiner Hinweis: Im
Suche-Firmware-Sammelthread
kann man nach älteren Firmware-Versionen fragen (das Firmware-Image
manuell in den Ordner'dl/fw/'im Freetz-Verzeichnis kopieren). - Einsteiger: Stets die aktuellste 'stabile Version' benutzen oder die
Vorabversion probieren! - Fortgeschrittene/Entwickler: Die
Entwicklerversion unterstützt
(meist) alle aktuellen Firmware-Versionen. -
Experimentierfreudige User: In 'make menuconfig' unter
Advanced Options ⇒ Override firmware source den Namen der
herunterzuladenen Image Datei anpassen. -
Evtl. sind weitere Anpassungen im Quellcode notwendig und zur
Sicherheit ein passendes Recover-Image bereit halten.
Please copy the following file into the 'dl/fw' sub-directory manually: fritz_box_aa_bb_cc-ddddd.image¶
Die Labor-Firmwares können nicht direkt vom AVM-FTP-Server
heruntergeladen werden. Sie müssen manuell von der
AVM-Labor-Seite
geladen werden, wobei die Nutzungsbedingungen zu bestätigen sind. Die
Dateien müssen dann entpackt und das darin enthaltene Image in den
Ordner 'dl/fw' im Freetz-Verzeichnis kopiert werden. Hierbei gilt
auch das zur vorigen Frage Gesagte.
./ln: cannot execute binary file¶
Das aktuelle Verzeichnis '.' ist im Pfad (Variable PATH). Zum
erfolgreichen Erstellen muss es entfernt werden.
Filesystem image too big¶
Das Firmware-Image passt nicht in den Flash-Speicher der ausgewählten
Box.
- Bei manchen Boxen kann dies bereits auftreten, wenn überhaupt keine
zusätzlichen Pakete ausgewählt sind, da die grundlegende
Freetz-Infrastruktur bereits einigen Platz belegt und die AVM-Images
schon knapp unter dem Maximalwert liegen. In diesem Fall ist es
notwendig, unter 'Patches' einen oder mehrere der Remove-Patches
auszuwählen, um nicht benötigte Komponenten der Original-Firmware zu
entfernen. Näheres dazu im
IPPF
und in
WIKI - Wenn viele Pakete ausgewählt sind, sollte man sich beschränken oder
versuchen per USBRoot oder
NFSRoot die Beschränkung des Flashs zu
umgehen. - Bei Boxen mit einem USB-Host (z.B. 7170,7270) kann man außer
USBRoot auch einzelne Pakete auf das
externe USB-Medium (z.B. USB-Stick, USB-Festplatte) auslagern. Die
Auslagerung wird nach dem make-Prozess automatisch von einem Skript
namens external
ausgeführt. Im menuconfig finden sich die Optionen für die
Auslagerung mittels external. Im Unterschied zum USB-Root wird hier
nicht die gesamte Firmware, sondern nur ein Teil der Pakete
ausgelagert. - Wenn Pakete abgewählt wurden, sind ggfs. noch Shared Libraries
ausgewählt, die nicht mehr benötigt werden (dies kann menuconfig
nicht automatisch erkennen). Diese kann man dann manuell unter
'Advanced Options'→'Shared Libraries' abwählen - die auf
benötigten lassen sich nicht deaktivieren. Alternativ kann man dies
automatisch mittels make config-clean-deps bzw. make
config-clean-deps-keep-busybox erledigen lassen.
WARNING: Not enough free flash space for answering machine!¶
Im Gegensatz zur Meldung "Filesystem image too big" passt das
Firmware-Image in den Flash-Speicher der ausgewählten Box, der
restliche Platz im Flash könnte aber für die Aufzeichnung von
Nachrichten auf dem von AVM in der FW integrierten Anrufbeantworter zu
klein sein oder komplett fehlen. Die Firmware sollte trotz dieser
Warnung funktionieren, für Anrufbeantworter-Daten, FAX-Nachrichten und
Sonstiges empfiehlt sich einen Stick mit einer FAT-Partition anzulegen
und entsprechend in AVM-WebIF angeben, dass der Anrufbeantworter (oder
andere Dienste) den externen Speicher nutzen sollten.Hintergrundinformationen: Seit einigen Firmware-Versionen versucht AVM
die restlichen Bytes im Flash dafür zu nutzen, eine jffs2-Partition
anzulegen. Auf dieser Partition werden z.B.
Anrufbeantworter-Nachrichten (TAM) und evtl. noch Faxe und Ähnliches
abgespeichert. Bei älteren Boxen (z.B. 7170) kommt es fast immer dazu,
dass im Image kaum mehr Platz frei ist, sodass die jffs2-Partition
nicht angelegt wird und die Meldung nur als Warnhinweis angesehen
werden sollte. Mehr dazu im
IPPF-Thread.
In FREETZ seit Revision
Changeset r3049.
Beim Erstellen tritt immer noch ein Fehler auf...¶
Zunächst einmal im menuconfig unter 'Advanced Options' das
'Verbosity Level' auf 2 stellen und das make erneut ausführen.
Danach im IPPF
Forum
nach der relevanten Fehlermeldung suchen und ggfs. einen passenden
bestehenden oder neuen Thread aufmachen, wo dann unter Angabe der
kompletten Fehlermeldung (bitte in Code-Tags), der Datei .config (als
Attachment) und der verwendeten Version oder SVN-Revision um Hilfe
bitten.
Ich kann das erzeugte Freetz Image nicht finden?¶
Freetz verschiebt alle fertigen Images in den Unterordner images/.
Wo finde ich diese berühmte .config-Datei?¶
Die .config Datei beinhaltet die Hauptkonfiguration für den
make-Aufruf beim Cross-Kompilieren der Firmware und liegt genau auf
der Maschine die zur Erzeugung der Firmware verwendet wird und exakt
im selben Hauptverzeichnis von FREETZ, von dem auch make ausgeführt
wird. In der Datei steht z.B. welche Pakete/Branding/Libs usw. man
ausgewählt hat. Die Datei .config ist eine reine Textdatei und wird
typischerweise nach dem Aufruf von menuconfig automatisch angelegt
bzw. aktualisiert. Bitte diese Datei nicht mit Config.in verwechseln!
(häufiger Fehler) Wenn man die Datei nicht sehen kann, liegt es daran,
dass sie ein "dot" an der ersten Stelle hat und somit versteckt ist.Alternativ kann man die Datei auch im selbsterzeugten Firmware-Image
finden, denn .image-Dateien sind nichts anderes als gewöhnliche
tar-Archive, die z.B. mit WinRAR oder 7Zip ausgepackt werden können.Neuerdings wird die .config-Datei auch mit ins Image genommen (wenn
man es nicht explizit abwählt) und befindet sich in einer
komprimierten Form auf der Box. Die Datei kann über das FREETZ-WebIF
angesehen und sogar herunterladen werden. Zu finden ist die Datei
unter Status→FREETZ-Info.
Wie bekomme ich die .config-Datei auf den PC?¶
Die .config bekommt man sehr einfach mit der
WinSCP-Software
auf den PC kopiert.
Zuerst müsst Ihr euch den
WinSCP auf
den PC installieren und dann starten. In der Startmaske gebt Ihr
folgende sachen ein (siehe Bild):
Die benötigte IP-Adresse eurer Freetz-Buildumgebung erhaltet Ihr wenn
ihr folgenden Befehl in der Konsole eingebt: ifconfig
Benutzername und Kennwort sind wie gewohnt freetz freetz Als
Protokoll nutzt ihr FTP (Keine Verschlüsselung) Wenn Ihr nun auf
Anmelden drückt sollte folgendes Bild zu sehen sein:
Als nächstes wechseln wir in das Hauptverzeichnis von FREETZ (im
Beispiel ist das freetz-trunk).
Dort makieren wir die gesuchte .config mit der Mause und öffnen das
Kontext-Menu mit der rechten Maustaste und drücken auf kopieren:
Im nächsten Fenster wählen wir nur noch das Zielverzeichnis auf dem PC
aus und drücken auf Kopieren.
Jetzt solltet Ihr die .config auf eurem PC finden.
Flashen des Firmware-Images¶
Wie installiere ich das Freetz-Image?¶
Wenn noch eine Original-AVM-Firmware installiert ist, ...
gibt es zwei Möglichkeiten:
- die normale Installation über das AVM-Webinterface (wie gewohnt beim
Update) - das Script tools/push_firmware.sh (befindet sich im Freetz
Build-Verzeichnis - also z.B. unter "freetz-1.1.4"). Hiermit lässt
sich auch bei den Speedports Freetz installieren, was über das
Webinterface nicht so einfach möglich ist Unterpunkt:
"Hochladen per
Weboberfläche"
Wenn bereits Freetz auf der Box ist, ...
- ist die bequemste Variante das Firmware-Update über die
Freetz-Webinterface-Startseite. Dabei können bei Bedarf auch die
AVM-Dienste weiterlaufen (Internetverbindung bleibt somit bestehen)
oder können Angehalten werden, um den zusätzlichen Platz im RAM zu
gewinnen. Das Gute an dieser Methode ist, dass man nach dem Upload
des Images einen ausführlichen Bericht zu sehen bekommt und
anschließend den Zeitpunkt des Reboots (und somit des eigentlichen
Updates) manuell festlegen kann.
**Flashen eines freetz-images + einer
.external:\
**
Grundsätzlich sei gesagt, dass für diese Funktion freetz bereits auf der
Box laufen muss.
Sowohl die .image-datei als auch die .external-Datei, soweit diese
erstellt wurde, lassen sich mit einem einzigen Rebootvorgang auf die
Box laden.
Dabei ist folgendes Vorgehen zu empfehlen:
- Die .external-Datei hochladen. Es wird automatisch versucht alle
Programme die schon ausgelagert wurden zu beenden. Sollte ein Fehler
auftreten, bitte vorher händisch alle Programme beenden.
Hintergrund: Beim Upload-Vorgang wird der Inhalt der alten mit der
neuen .external überschrieben. - Die .image-Datei hochladen.
- Box-Reboot anstoßen
Beim Flashen meldet das AVM-Webinterface, dass das Image keine passende Firmware enthält¶
Das in der Box (im Urlader) eingestellte Branding muss auch in der
verwendeten Firmware enthalten sein. Also bitte mal prüfen, ob das der
Fall ist und ggfs. das Image mit dem richtigen Branding neu erstellen.
Freetz-Trunk wurde per AVM Firmware-Update geflasht, nach dem Neustart scheint sich aber nichts geändert zu haben¶
Sollte nach dem Flashen von Freetz per Firmware-Update über das
AVM-Webinterface und dem nachfolgenden Neustart das
Freetz-Webinterface auf Port 81 nicht zur Verfügung stehen und sich
auch die Firmware-Version im AVM-Webinterface nicht geändert haben, so
war vermutlich das Flashen nicht erfolgreich. Ein deutlicher Hinweis
darauf ist, wenn der Neustart der Box sehr schnell geht. Je nach
Modell der Box und Größe der Firmware kann das Flashen ein bis zwei
Minuten dauern und in dieser Zeit blinkt eine Kontroll-LED an der Box,
genauso wie bei einem normalen Firmware Update. Ursache hierfür ist
vermutlich ein Mangel an freiem Arbeitsspeicher auf der Box während
dem Update.
Dann können folgende Schritte ggf. Abhilfe schaffen:
- Zunächst ein Image ohne irgendwelche Pakete erstellen (was sowieso
empfohlen wird) und ggf. durch Remove-Patches die Größe weiter
reduzieren. - Alternativ die letzte Stable-Version oder eine andere ältere (und
hoffentlich kleinere) Version runterladen und kompilieren. - Diese Version dann über das AVM-Webinterface flashen und die Box
neustarten. - Dann das gewünschte Image über das Freetz-Webinterface (Port 81)
flashen und auswählen, dass die AVM Dienste heruntergefahren werden. - Nach dem Flash-Vorgang im angezeigten Log überprüfen, ob der Vorgang
erfolgreich war, und die Box über das Freetz-Webinterface
neustarten. - Danach sollte das gewünschte Image erfolgreich geflasht worden sein.
Probleme nach dem (erfolgreichen) Flashen¶
Wie lautet das Standard-Passwort für Freetz?¶
Das Standard-Passwort für Freetz(sowohl Konsolen- als auch
Website-Login) lautet 'freetz'. Benutzername für die Konsole ist
'root', für das Freetz-Webinterface standardmäßig 'admin'. Beim
ersten Einloggen per Telnet (user: root) muss das Passwort geändert
werden. Im Webinterface erscheint ein Hinweis, falls das
Standardpasswort gesetzt ist. Ändert das Passwort bitte zu eurer
eigenen Sicherheit.
Nach dem Flashen ist das AVM-Webinterface nicht mehr erreichbar¶
Wenn im Image (z.B. wegen OpenVPN) die OpenSSL-Libraries eingebaut
wurden, gibt es Probleme mit TR069. Es ist dann erforderlich entweder
auf OpenSSL-Libs zu verzichten, sie statisch mit in die jeweiligen
Pakete einzubauen (Speicherverschwendung), TR069 zu deaktivieren
(funktioniert nur bei älterer Firmware) oder per patch TR069
komplett zu entfernen
(funktioniert auch bei aktueller Firmware).Zum Deaktivieren von TR069 muss die Datei /var/flash/tr069.cfg mittels
nvi, nmcedit oder nnano editiert werden. So sollte es aussehen:Text Only# cat tr069.cfg /* * /var/flash/tr069.cfg * Sun Sep 8 14:03:34 2002 */ tr069cfg { enabled = no; igd { ...Bei neueren Firmwares reicht es nicht mehr aus TR069 zu deaktivieren.
Hier crasht der ctlmgr auch bei anderen Aktionen beim Zugriff auf die
OpenSSL-Libs. Manchmal schafft das Ersetzen der libavmhmac (im
menuconfig unter Advanced Options→Shared Libraries→Crypto &
SSL→Replace libavmhmac) Abhilfe, aber auch das reicht bei neuesten
Firmwares nicht aus und führt eventuell zu Reboot Schleifen. Unter
Umständen funktionieren danach auch nicht mehr alle Funktionen, wie
z.B. die FritzMini Unterstützung, das Fritz-App von AVM, u.s.w.Um heraus zu finden, ob die problematischen OpenSSL-Libs ins Image
eingebunden werden, kann man folgenden Befehl ausführen:Text Onlyoliver@ubuntu:~/fritzbox/freetz/trunk$ grep -E "libssl|libcrypto" .config FREETZ_LIB_libcrypto=y FREETZ_LIB_libssl=yEs folgt eine Liste mit Paketen die die OpenSSL-Libs benötigen, manche
auch nur optional: bip, curl, dropbear mit sftp-Support, mcabber,
netsnmp, OpenVPN, Tor, transmission, Vsftpd und wgetMan kann die betroffenen Pakete statisch zu bauen (d.h. ohne externe
OpenSSL-Libs). Dies ist bereits für einige Pakete möglich, wie z.B.
OpenVPN und CURL. Man muss allerdings beachten, dass Binaries dadurch
sehr gross werden, weil die OpenSSL-Libs dann ein Teil des statischen
Binary sind. In diesem Fall ist es anzuraten solche Pakete mit
external auszulagern, was
aber am höheren Speicherbedarf im Betrieb nichts ändert. Auch wenn
eigentlich kein Paket mehr die OpenSSL-Libs benötigt, kann es sein,
dass diese immer noch ins Image gepackt werden. Das kommt daher, dass
menuconfig eine automatische Abwahl nicht unterstützt. Hierfür gibt es
den Befehl make config-clean-deps bzw. make
config-clean-deps-keep-busybox.Text Onlyoliver@ubuntu:~/fritzbox/freetz/trunk$ make config-clean-deps Step 1: temporarily deactivate all kernel modules, shared libraries and optional BusyBox applets ... DONE Step 2: reactivate only elements required by selected packages ... DONE The following elements have been deactivated: FREETZ_BUSYBOX_BRCTL FREETZ_LIB_libcryptoVorsicht: Wie im Beispiel zu sehen werden hierbei auch Optionen
deaktiviert die absichtlich gewählt aber nicht per default aktiviert
sind.
Nach dem Flashen ist die Box nicht mehr erreichbar und/oder rebootet ständig¶
Dies kann unterschiedlichste Gründe haben. Zuerst sollte man die Box
vom DSL trennen und neustarten. Tritt das Problem dann nicht mehr auf
hat man höchst wahrscheinlich einen Konflikt mit TR069.Wenn das nicht half lässt sich das Problem durch Einspielen einer
anderen Firmware in der die problematische Funktion nicht enthalten
ist eingrenzen. Grundsätzlich wird dies natürlich bei den
Original-Firmwares von AVM der Fall sein; man kann aber auch durch
Deaktivieren von Optionen und Neuerstellen von Freetz ausprobieren,
woran es liegt. Da das Webinterface nicht mehr erreichbar ist, muss
ein Update auf andere Weg erfolgen. Hier gibt es drei Möglichkeiten:
- Das Script tools/push_firmware.sh. Hiermit lassen sich beliebige
Images einspielen. - Ein Recover-Image von AVM. Dieses spielt wieder eine
Original-Firmware von AVM ein. - Update über das Freetz Interface falls nur das AVM Interface nicht
erreichbar ist (häufig bei TR069 Konflikten).
Beim Aufruf des Original-AVM-Webinterface von aussen bekomme ich trotz Portweiterleitung nur eine weisse Seite?¶
Dies ist ein 'Sicherheitsmechanismus' von AVM der offensichtlich
überprüft ob der Hostname unter dem die Box aufgerufen wurde per
Reverse-DNS Anfrage zur Box führt. Hierbei werden sowohl die internen
Hostnamen akzepriert wie fritz.box oder fritz.fonwlan.box als auch der
DynDNS Hostname oder eigene (zb mit dnsmasq) vergebene Namen. Löst der
Name falsch auf wird eine leere Seite gezeigt. Dies ist z.B.
grundsätzlich bei Remote Zugriff auf Boxen im IP-Client Modus der Fall
da hier die Box den DynDNS Hostnamen und die externe IP nicht kennt.
Das Problem tritt aber auch auf wenn die IP der Box und eventuelle
Aliase in der exhosts Datei nicht übereinstimmen (manchmal ein
nützlicher Hinweis).Es gibt (mindestens) 2 Möglichkeiten diese Probleme zu umgehen:
- Schnell: Man kann eine Browser Erweiterung installieren, welche es
erlaubt, den 'HTTP_REFERER' zu unterdrücken. - Komfortabel: Man startet zb mit 'Putty Portable' einen Dynamischen
SSH Tunnel nach Hause (zu localhost) den man im Browser als Socks5
Proxy mit entfernter DNS Auflösung einträgt und nutzt seine LAN
internen Hostnamen (auch die von dnsmasq) und IPs. Dies hat den
Vorteil das man nur einen SSH port nach aussen freigeben muss um
Zugriff auf alle TCP basierten Dienste aller Geräte zu Hause zu
haben - egal ob HTTP, HTTPS oder FTP und auf welchem Port. Auch
funtionieren alle LAN internen Bookmarks wie zu Hause. Um bequem
zwischen direktem und Proxy Zugriff umschalten zu können hilft zb.
der Firefox Plugin 'FoxyProxy' der sich auch auf 'Firefox
Portable' installieren lässt. Wenn man dann noch über HTTPS seine
Box(en) administriert ist die Verbindung auch lokal auf Gastsystemen
nicht abhörbar. Dieses Verfahren funktioniert super mit dropbear als
server. Der ssh client von dropbear unterstützt dagegen leider keine
dynamischen Tunnels, wohl aber jeder Linux OpenSSH client.
Das Freetz-Webinterface akzeptiert die Standardkombination für Benutzer und Passwort (admin/freetz) nicht¶
In den meisten Fällen hilft es, wenn man die Freetz-Konfiguration (und
alle anderen Mods) löscht. Dies kann zum Beispiel über ein
Pseudo-Firmware Update mit Hilfe des tools/images/uninstall.image
geschehen.
Kann man Pakete/Patches nachinstallieren, ohne das FREETZ-Image neu zu erstellen?¶
Nein, das ist im Normalfall und ohne Weiteres nicht möglich. Nach
einer Veränderung der Konfiguration unter "menuconfig" sollte
typischerweise ein "make" ausgeführt werden, welches als Ergebnis
ein neues Image liefern soll. Dieses Image muss dann über
Firmware-Update auf die Box gebracht werden, wenn man seine Änderungen
auf der Box haben will. Einer der Gründe dafür ist das spezielle
Dateisystem im Flash-Speicher der Box. Dieses Dateisystem ähnelt einer
Archivdatei, ist sehr stark komprimiert und speziell für
Flash-Speicher optimiert. Änderungen in einem solchen Dateisystem sind
jedoch immer mit einer neuen Rearchivierung verbunden und erfordern
somit den Neuaufbau des kompletten Systems.Es gibt jedoch Ausnahmen aus dieser Regelung:
- external. Man kann nur
die Binaries der ausgelagerten Pakete neu kompilieren. Somit kann
man z.B. ein Paket updaten, ohne ein neues Image zu erstellen. Diese
Methode ist allerdings sehr riskant, weil external typischerweise
nicht alle Dateien auslagert. Somit läuft man immer Gefahr
Versionsunterschiede zwischen den ausgelagerten und fest
integrierten Inhalten desselben Pakets zu bekommen. - USB-ROOT. Hier könnte man wenigstens theoretisch das komplette
Dateisystem (typischerweise ext2) "on the fly" ändern und braucht
dafür kein Firmwareupdate. Allerdings wird auch hier dringend
empfohlen das USB-ROOT-System grundsätzlich als "read-only" zu
mounten und nur bei Bedarf (z.B. fürs Update) es kurzzeitig
beschreibbar zu machen.
Nach dem Flashen ist das Freetz-Webinterface nicht (mehr) erreichbar¶
Bei der Firmware XX.05.05 (7240, 7270 V2, 7270 V3 und 7390) belegt ein
AVM Daemon (contfiltd) den vom Freetz Webinterface verwendeten Port
81. Um wieder Zugriff auf das Freetz Webinterface zu erhalten ist die
Kindersicherung im AVM Webinterface zu deaktivieren. Wer dieses
Feature benötigt sollte das Freetz Webinterfaces auf einen anderen
Port verlegen. Dies kann über das Webinterface (Freetz→Weboberfläche)
oder per Kommandozeile (Telnet, SSH) erledigt werden.
Der dynamische Teil des (AVM-)Webinterface verhält sich nicht wie erwartet¶
Aktualisiert man die Firmware und macht dabei einen Versionssprung im
AVM Teil (z.B. von 05.05 nach 05.21 bei der 7270v2 oder von einer
Laborversion 05.06 nach 05.21 bei der 7390), kann es vorkommen, dass der
dynamische Teil des Webinterfaces nicht ordnungsgemäß funktioniert (z.B.
JavaScript Fehler "jxl.getFormElements is not a funtion"). Besonders
auffällig ist das unter Internet→Zugangsdaten: Wechselt man zwischen
den Zugangsmöglichkeiten, sollte sich die Seite eigentlich dynamisch
(JavaScript) anpassen, tut sie aber nicht. Daher grundsätzlich nach
einer Firmwareaktualisierung, und insbesondere wenn das Webinterface
auffällig erscheint, den Browsercache löschen!
Freetz aktualisieren¶
Ich habe momentan eine Laborversion installiert. Kann ich Freetz einfach darüber flashen?¶
Es ist ratsam die Box zunächst zu recovern. Anschliessend den letzten
Finalrelease aufspielen (falls es eine aktuellere Firmware gibt als das
Recovery-Image). Außerdem sollte man insbesondere nach einer
Aktualisierung von einer Laborversion den Browsercache löschen (auch
wenn man die AVM Recovery auf die Box gespielt hat).
WICHTIG: Vor dem Recovern (mindestens) die aktuellen Zugangsdaten
bereithalten (alternativ Start-Code). Zugangsdaten findet man als 1&1
Kunde beispielsweise im 1&1 Controllcenter unter "Zugangsdaten".
Ich habe eine alte Freetz-Firmware auf der Box¶
Update von Freetz-Version XY auf Freetz-Version YZ:¶
In diesem Fall muss nur ein neues Freetz kompiliert / gebaut werden.
Wie das geht ist hier beschrieben.
Wenn AVM eine neue Firmware auf den Markt bringt¶
In diesem Fall muss Freetz ebenfalls neu gebaut werden, jedoch muss man
eine Freetz-Version benutzen die dieses neue AVM-Firmware bereits
unterstützt. Welche Firmware-Versionen von welcher Freetz Version
unterstützt wird kann man hier nachgelesen: [Unterstützte Firmwares in
den unterschiedlichen Freetz-Versionen\
Es empfiehlt sich in diesem Fall, Freetz neu auszuchecken und für die
neue AVM Firmware komplett neu zu kompilieren, anstatt eine "alte"
Build-Umgebung wiederzuverwenden (auch make distclean oder make
dirclean sind unter Umständen nicht so effektiv, wie von vorne
anzufangen).
Konfiguration¶
Wo landen die diversen Konfigurationen auf der Fritzbox?¶
Sämtliche Konfigurationen auf der Fritzbox liegen unter /tmp/flash.
Dies ist zu beachten, wenn man eine Freetz-FW baut, da die
Konfigurationen damit nicht im festen Firmware-Teil im Image liegen.
Alles unter /tmp/flash wird daher beim FW-Update auch nicht verändert,
so dass die diversen Konfigurationen nach einem FW-Update auch
erhalten bleiben. Wichtig ist, dass man nach Änderungen an
Konfigurationsdateien unter /tmp/flash noch das Kommando "modsave"
in der Konsole aufruft, damit sie auch gespeichert werden. Näheres
dazu folgt weiter unten.
Konfiguration in der aktuellen Sicherheitsstufe nicht verfügbar!¶
Es gibt verschiedene Sicherheitsstufen. Je nach ausgewählter Stufe
sind nicht alle Konfigurationsdateien änderbar. Um die
Sicherheitsstufe zu ändern sind folgende Befehle direkt in der Konsole
der Box per Telnet oder SSH auszuführen (geht leider nicht per
Rudi-Shell, denn die benötigt selbst eine Sicherheitsstufe "0").Ermitteln der aktuellen Sicherheitsstufe (hier: Freetz-1.1.4):
Freetz-1.1.x und älter:
Text Onlyecho 0 > /tmp/flash/security <--- Bsp. #1: Setzen von Stufe "0" (keine Restriktionen, VORSICHT!) modsave <--- Speichern der neuen SicherheitsstufeAb Freetz-1.2.x und SVN-trunk
≥Changeset r3318:Text Onlyecho 1 > /tmp/flash/mod/security <--- Bsp. #2: Setzen von Stufe "1" (Konfigurationsdateien editierbar) modsave <--- Speichern der neuen SicherheitsstufeErlaubte Werte mit Erläuterung (Default: 2):
Wie deaktiviere ich das Passwort für die Freetz-Webseite?¶
Folgende Befehle auf der Konsole ausführen:
Text Onlytouch /tmp/flash/webcfg_conf chmod +x /tmp/flash/webcfg_conf modsave flash /etc/init.d/rc.webcfg restartHintergrund: Das Skript /tmp/flash/webcfg_conf wird gegenüber
/etc/default.webcfg/webcfg_conf zum Erstellen der Konfigurationsdatei
bevorzugt. Ein leeres Skript /tmp/flash/webcfg_conf erzeugt also eine
leere Konfigurationsdatei ohne Passwort.
- Für Freetz-1.1.x ist /tmp/flash/webcfg_conf durch /tmp/flash/httpd_conf zu ersetzen.
Wie ändere ich das Passwort für die Freetz-Webseite?¶
Das geht über das
Webinterface
selbst:http://fritz.box:81/cgi-bin/passwd.cgi
Wie ändere ich das Passwort für die Freetz-Webseite sofern ich es vergessen und Telnet/SSH-Zugang habe?¶
Erstmal das Freetz-Webif stoppen:
Dann mit vi in der Datei mod.cfg die Zeile, die mit export
MOD_HTTPD_PASSWD beginnt, wie folgt abändern:Speichern der Änderung: 1x ESC drücken und
:wqeingeben.
Nun wieder das Freetz-Webif starten:Jetzt kann man sich mit dem Passwort "freetz" wieder einloggen.
Bitte beachtet, dass diese Änderung NICHT reboot-resistent ist.
Heißt, nach einem Reboot habt ihr wieder das vormalige, unbekannte
Passwort.
Deshalb sollte man vor einem Neustart der Box im freetz-Menü unter
Einstellungen das Passwort ändern/neu setzen.
Wie ändere ich das root-Passwort?¶
Folgende Befehle auf der Konsole ausführen:
Nach Eingabe des Befehls 'passwd' muss das Passwort eingegeben
werden. Dabei wird das eingegebene Passwort 'nicht' angezeigt. Zu
einfache Passwörter werden nicht akzeptiert.
Ändern des root-Passwortes über die Rudi-Shell¶
Wenn man das root-Passwort vergessen hat, aber noch Zugriff auf das
Webinterface hat kann über die Rudi-Shell ein neues Passwort gesetzt
werden:\
(echo neuespasswort; sleep 1; echo neuespasswort) | passwd
Warum kann ich mich nach einer Freetz-Wiederherstellung nicht mehr am AVM-WebUI anmelden?¶
Ist ein Passwort für das AVM-WebUI vergeben, wird dies als Hash in der
ar7.cfg abgelegt und damit auch gesichert. Bei der Wiederherstellung
setzt Freetz anstatt des ursprünglichen Passworts den Hash-String als
Passwort. Im
IP-Phone-Forum-Wiki
ist beschrieben, wie man über einen Shell-Zugang die Passwort-Hashes
auslesen kann.
Probleme im Betrieb¶
/var/flash/freetz too big¶
Das von Freetz vorgegebene Limit für die maximale Größe der
Konfiguration wurde überschritten. Dieses Limit ist ein Schutz, um
nicht unbeabsichtigt das TFFS volllaufen zu lassen. Das Limit kann
folgendermaßen erhöht werden, man sollte aber den Füllstand des TFFS
im Auge behalten:
- Seit Changeset r5706 wird das Setzen des Limits nicht mehr unterstützt.
Kein FTP-Zugriff nach Freetz möglich¶
Hierbei handelt es sich um ein Problem das hauptsächlich in Freetz 1.1.x
auftritt und wie im Howto
beschrieben gelöst werden kann.
Entfernen von Freetz und anderen Modifikationen¶
Im Ordner tools/images befindet sich ein uninstall image, das wie eine
Firmware übers Webinterface geflasht wird und die
Konfigurationsdateien entfernt. Da hiermit nur die
Konfigurationsdateien entfernt werden ist natürlich auch noch eine
original Firmware einzuspielen. Das "Update" sollte vor einem
Neustart erfolgen, da die Konfigurationsdateien ansonsten wieder
angelegt werden. Am Einfachsten ist der Weg über ein AVM Recover
(Dateien gibts für jede Box auf dem AVM-FTP). Auch hier werden
sämtliche Konfigurationsdateien von Freetz gelöscht.
Sonstiges¶
Ändern der Arbeitsgruppe von "freetz-linux"¶
Damit unter Windows 7 und Vista der virtuelle PC "FREETZ-LINUX" in der
Netzwerkumgebung angezeigt wird, müssen der Client- und Host-PC in der
gleichen "Arbeitsgruppe" befinden:\
- Die erste Möglichkeit wäre, die Arbeitsgruppe des Host-PC in FREETZ
zu ändern (und ist für Anfänger empfehlenswert).
- Die zweite und schönere Lösung ist es, die Arbeitsgruppe des
virtuellen PC (also freetz-linux) anzupassen.
Dazu geht man wie folgt vor:\
An freetz-linux anmelden\
Die smb.conf öffnen mit:Dann zur workgroup runterscrollen und dort den Namen ändern.
Die smb.conf speichern mit: "strg+x"\Und zum Schluss Samba neu starten:
Wie finde ich die IP meiner Virtuellen Maschine¶
Die IP wird einem entweder beim Einloggen im Startbildschirm (Roter
Kasten) oder mit folgendem Befehl : ifconfig in der VM angezeigt.
Nach Eingabe von ifconfig sollte folgende Anzeige in der VM zu sehen
sein.
eth0 Link encap:Ethernet Hardware Adresse 08:00:27:45:53:49
inet Adresse:192.168.XXX.203 Bcast:192.168.XXX.255 Maske:255.255.255.0
inet6-Adresse: XXXX::XXXX:XXXX:XXXX:XXXX/XX Gültigkeitsbereich:Verbindung
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1500 Metrik:1
RX packets:454 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:155 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:1000
RX bytes:59413 (59.4 KB) TX bytes:24972 (24.9 KB)
Interrupt:10 Basisadresse:0xd020
lo Link encap:Lokale Schleife
inet Adresse:127.0.0.1 Maske:255.0.0.0
inet6-Adresse: ::1/128 Gültigkeitsbereich:Maschine
UP LOOPBACK RUNNING MTU:16436 Metrik:1
RX packets:15 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:15 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:0
RX bytes:1122 (1.1 KB) TX bytes:1122 (1.1 KB)
Wie auf dem Auszug zu sehen hat die VM die 192.168.XXX.203 als IP
bekommen. Die IP kann aber von System zu System anders lauten, das ist
Abhängig vom IP-Bereich eures Systems. Sollte euch jedoch dort gar keine
IP angezeigt werden, müsst ihr die Einstellungen eures PC's bzw. eures
VM-Players erneut überprüfen.






